Kommentare


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«Buebetrickli»

– Bemerkungen zur Kostenstudie 2016 von swissnuclear

«Die Atomlobby verwandelt steigende Kosten mit einem «Buebetrickli» in sinkende Prämien – entgegen jeder betriebs- und finanzwirtschaftlichen Logik.» Die bundesrätliche Absicht, die Fonds schneller zu äufnen, wird «in schwerwiegender Art und Weise» umgangen. Die Kostenstudie ist in dieser Art inakzeptabel und muss zwingend überarbeitet werden. Eine der Ursachen ist die mangelnden Unabhängigkeit der Fonds-Verwaltungskommission. Dies war bereits von der Eidgenössischen Finanzkontrolle kritisiert worden.

 

Würden die AKW-Betreiber die Krankenkassen verwalten, könnten sie mit ihrer Berechnungslogik den Prämienanstieg trotz steigender Gesundheitskosten problemlos stoppen.»

 

 

 

«Promitto et Spondeo»

Menschen wirken und bewirken - Gutes und Schlechtes; die Natur aber ist - sie braucht keine Versprechen und Gelübde, um mangelndes Vertrauen zu kompensieren.

 

 

 

Die Schweiz muss ein Rechtsstaat bleiben, NEIN am 28. Februar 2016

Unsere Demokratie ist über Jahrzehnte gewachsen, die Initiative zerstört gezielt und an einem Tag unser demokratischen Grundprinzipien und öffnet weiteren diktatorischen und verfassungswidrigen Initiativen Tür und Tor.

 

Kaspar Müller
siehe auch: www.dringender-aufruf.ch

 

 

 

Atomstrom war nie wirtschaftlich und wird es nie sein

«Nach Gesetz müsste der Verwaltungsrat der KKW Gösgen und Leibstadt Konkurs anmelden oder schleunigst sanieren. Dann müssen die Aktionäre, also die Kantonsregierungen dazu stehen und sagen: Liebe SteuerzahlerInnen, wir müssen die beiden Kernkraftwerke mit rund je einer Milliarde neuem Kapital ausstatten. Das nenne ich finanzielle Nachrüstung. Das wollen sie aber nicht.»

«Wichtig ist, dass die Steuerzahler merken, dass es sich um gravierende Gesetzesverstösse handelt, die man auch bei jedem andern Unternehmen anzeigen müsste. Es sind übrigens Offizialdelikte. Auch die Revisionsbranche müsste reagieren, denn sie darf nicht zum Komplizen von Verstössen gegen das OR, und damit zur Verhinderung der Energiewende, werden. Und natürlich erwarten wir von den Staatsanwaltschaften, dass sie von sich aus die von den Klägern vorgebrachten Mängel präzise nach Obligationenrecht, ohne energiepolitische Konsequenzen im Hinterkopf, beurteilen.»

 

 

 

Das Undenkbare

«Dass wir das Undenkbare nicht denken können, bedeutet noch lange nicht, dass das Undenkbare nicht Wirklichkeit werden kann.»

 

 

 

ROE: «Return of Equity» statt «Return on Equity»

 

Wenn der ROE von Banken hoch ist oder wieder steigt, dann verheisst das nicht zwingend Gutes.

 

Es kann nämlich auch heissen, dass das Eigenkapital der Banken immer noch deutlich zu tief ist im Vergleich zu den mit den Erträgen verbundenen Risiken.

 

Das gilt solange die Eigenkapitalquote nicht mindestens 10% beträgt. Wenn die Tätigkeiten einer Geschäftsbank zusammen mit den Tätigkeiten einer Investmentbank ausgeübt werden, sollte die Eigenkapitalquote deutlich höher als 10% sein.

 

Je höher die Eigenkapitalquote ist, umso geringer ist die Gefahr, dass die Kosten zu hoher Risiken externalisiert werden: Eigenkapital absorbiert Verluste auf dem Buckel der Risikoträger und nicht auf dem Buckel der zivilen Gesellschaft.

 

 

 

 

Bruno Manser, May 1998

«Thoughts about Sustainable Forestry, Timber Trade and Certification:

The more profit in shortest time can be made

the less sustainable the trade»

 

 

 

«Banken und Eigenkapital - quo vadis». Neue Definitionen verschleiern Risiken.

 

Auch ein Pfahlbauerndorf steht auf Grundpfeilern

 

Was passieren kann und wird, wenn eine Gesellschaft ihre Grundpfeiler schwächt, illustriert die folgende Begebenheit aus einem Pfahlbauerndorf: Die Häuptlinge liessen, gegen die Warnung der Dorfältesten, die meisten Grundstützen ihres Dorfes entfernen. Sie taten dies, weil sie glaubten, dass ihr Dorf trotzdem halten würde. Sie glaubten dies, weil sie annahmen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemals alle Bewohner gleichzeitig im Dorf seien, gering sei. Die gewichtete Benutzerrate, ein fiktives Fundament also, wurde zur übergeordneten Überlegung bezüglich Stabilität und Sicherheit des Dorfes.

 

Und als trotzdem einmal alle Einwohner im Dorf waren und just zu dieser Zeit stürmisches Wetter hohe Wellen verursachte, krachte das Dorf zusammen. Die wenigen verbliebenen Stützpfeiler konnten dem Druck nicht standhalten. Wenig tröstlich war für die vielen schwer verletzten Pfahlbauer die Begründung der Häuptlinge, dass mit dieser einmaligen Konstellation wirklich nicht zu rechnen war.

 

 

 

Recht ohne Grenzen

«Kapitalströme ohne Grenzen

ohne Recht ohne Grenzen

führt zu grenzenlosem Unrecht»

 

 

 

Die Kernenergie ist nicht kostendeckend und produziert finanzielle Verluste

Die Gestehungskosten liegen allein aufgrund einer adjustierten
Rechnungslegung (ohne nicht versicherte Unfallrisiken und zusätzliche
Kosten der Langzeitlagerung) sowohl beim Kernkraftwerk Gösgen wie auch
beim Kernkraftwerk Leibstadt zwischen 8 und 10 Rappen pro Kilowattstunde
und nicht bei 3.98 (KKG) resp. 5.02 (KKL) Rappen. Dies bei einem Marktpreis
für Bandenergie von 6 bis 7 Rappen pro Kilowattstunde.


Den Banken schaut diesbezüglich die FINMA auf die Finger, und obwohl die Axpo Holding AG, die
Alpiq Holding AG und die BKW FMB Energie AG als systemrelevante
Unternehmen auch im Schlussbericht der Expertenkommission zur Limitierung
von volkswirtschaftlichen Risiken durch Grossunternehmen («Too Big To
Fail»-Bericht vom September 2010) aufgeführt sind, prüft niemand deren
finanzielle Risiken, welche mittlerweile als erheblich einzustufen sind.

 

 

Das Kernrisiko der Energiewende


In der heutigen Form der Energiekonzerne besteht die äusserst
realistische Gefahr, dass das für die Energiewende verfügbare Kapital
für das Stopfen der Kernenergielöcher gebraucht wird und nicht mehr für
den Aufbau und die Förderung neuer Energieträger und die Erneuerung
des Versorgungsnetzes eingesetzt werden kann.
Das ist das Kernrisiko der Energiewende.

 


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